Marma

Per definition ist „dort, wo der Tod eintreten kann,
ein marma“.
So jedenfalls berichten uns die ayurvedischen Ärzte,
die bereits vor über 2000 Jahren an Verletzten hochentwickelte Operationen vornahmen und medizinische Studien betrieben.
Anders ausgedrückt sind es also unsere Vital- und Energiepunkte, unsere Wach- und Warnposten im Körper.
Insgesamt gibt es 107 solcher Orte, eingeteilt in Sehnen-, Muskel-, Knochen-, Gelenks- und Blutgefäßmarmas - alle von unterschiedlicher Qualität.
Dass diese Orte ständig mit uns „kommunizieren“, lässt sich vielleicht an folgendem Beispiel erläutern:
wenn wir morgens bereits beim Aufwachen wissen, wie viel Energie uns heute zur Verfügung steht, dann deshalb, weil die Marmas wie Messfühler fungieren und das „Ergebnis“ dem Gehirn weiterleiten.
Auf Yoga angewendet geht es darum, in den Asanas „den Nagel zielsicher auf den Kopf zu treffen“, indem wir versuchen, möglichst zentriert z. B. die Marmas an den Füßen zu benutzen.
So geht es also einerseits um tiefe sensible Wahrnehmung, andererseits um genaue Bewegungssteuerung in den Marmas.
Dieses „körperliche“ Sich- selbst- kennen- lernen – Schicht um Schicht – geht einher
mit einem Prozess der Bewusstwerdung der eigenen Gedanken, der eigenen Psyche.